ALTE MUSIK - NEU GELESEN
Ausgewählte Kostbarkeiten der Alten Musik in der Konzertsaison 2026/27
Die Publikumszahlen und die große Kartennachfrage belegen es: Alte Musik und ihre Aufführungspraxis sind und bleiben äußerst beliebt. Carin van Heerden, künstlerische Leiterin und Kuratorin der Reihe „Alte Musik – neu gelesen“, führt mit einem ausgesuchten Programm, großer inhaltlicher Vielfalt und erstklassigen Künstler:innen durch die Saison 2026/27.
Das erste Konzert im Herbst greift programmatisch das heurige Gedenken an 400 Jahre Bauernkrieg in Oberösterreich auf. In Zusammenarbeit mit der communale oö 2026 ermöglicht das Leipziger Ensemble Sospiratem einen Blick über die Grenze zu den Bauernkriegen in Deutschland.
Alon Sariel ist ein begnadeter Lautenist und Mandolinenspieler, der sein Debüt in Linz mit einem reinen Bachprogramm feiert. Das L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg spielt ein Mendelssohn-Programm im Alten Dom, fast genau am gleichen Tag wie sein Debütkonzert vor 30 Jahren in der gleichen Reihe (damals Alte Musik im Schloss).
Zwei neue Ensembles aus Berlin (Ensemble Tamuz) und Wien (ensemble freymut) präsentieren hochinteressante und virtuose Programme mit vielen neuen Entdeckungen.
Wie immer, wird die Bühne am Ende der Saison den hochbegabten Preisträger-Ensembles des BRISK Ensemblewettbewerbs für Alte Musik der Anton Bruckner Privatuniversität übergeben.
BÜCHERTISCHE AN KONZERTABENDEN
Besondere Literaturauswahl – abgestimmt auf die Konzertthemen
Die Oberösterreichische Landesbibliothek im Zentrum der Stadt bietet ihr Service als Haus der Bücher und des Wissens an.
An den Konzertabenden wird eine Auswahl von Büchern, die sich auf den thematischen Überbau des jeweiligen Konzertes beziehen, präsentiert. Die Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher können sich beim Flanieren durch das Gebäude ein Bild vom großen Angebot der wissenschaftlichen Universalbibliothek machen.
Für Leserinnen und Leser der Oö. Landesbibliothek:
Wer im Besitz einer Bibliothekskarte ist, kann die Konzertkarten mit 50% Ermäßigung kaufen (Euro 10 statt Euro 20).
Für Jugendliche bis 26 Jahren werden einige Freiplätze in den Leseinseln angeboten.
KARTENSERVICE Bitte alle Karten – auch Freikarten – unbedingt per Telefon (Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr), per E-Mail oder online über die Website www.landeskonzerte.at bestellen! Sekretariat Tel.: (+43 732) 7720-15049 E-Mail: office @landeskonzerte.at Kartenpreis: Euro 20,00 Ermäßigter Kartenpreis: Euro 10,00 (nur mit Ausweis) Eintritt frei: Kulturpass Hunger auf Kunst und Kultur |
Samstag, 27. Februar 2027 / 19:30 Uhr / Oö. Landesbibliothek, Atrium
ENSEMBLE TAMUZ
Le romantisme français. Streichquartette von George Onslow und Ambroise Thomas
Das Ensemble Tamuz lädt das Linzer Publikum ein, zwei große französische Komponisten wiederzuentdecken, die heute weitgehend in Vergessenheit geraten sind: George Onslow und Ambroise Thomas. Onslow wurde zu seinen Lebzeiten als eher deutsch Geprägter gesehen: Er widmete den größten Teil seines Schaffens der Kammermusik und blieb in der Pariser Musikszene des 19. Jahrhunderts eine angesehene, aber isolierte Persönlichkeit. Ambroise Thomas hingegen hatte eine lange und glänzende Karriere, gekrönt von großen Opernerfolgen.
Hed Yaron Meyerson / Violine
Diego Castelli / Violine
Avishai Chameides / Viola
Constance Ricard / Cello
Sophie Lücke / Kontrabass
GESAMTPROGRAMM
Samstag, 19. September 2026 / 19:30 Uhr / Oö. Landesbibliothek, Atrium
SOSPIRATEM
Und kommst Du liebe Sonn‘ nicht bald. Konzert zu den Bauernkriegen
In Zusammenarbeit mit der communale oö 2026 ermöglicht uns das Leipziger Ensemble Sospiratem einen Blick über die Grenze zu den Bauernkriegen in Deutschland. Hier herrschten Reformbemühungen, Fremdbestimmung, Machtgehabe und Ohnmacht.
Clarissa Renner / Sopran
Pedro Matos / Tenor
Margot Simon / Blockflöte, Dulzian
Uwe Ulbrich / Rebec
Babett Niclas / Harfe
Masafumi Sakamoto / Renaissanceposaune
Hannes Malkowski / Perkussion
Maria Anne Müller / Schauspielerin
Samstag, 3. Oktober 2026 / 19:30 Uhr / Oö. Landesbibliothek, Atrium
ALON SARIEL
Plucked Bach
Mit meinem Plucked Bach Projekt hatte ich das große Glück, über längere Zeit hinweg mehrere Konzertprogramme und eine Albumtrilogie rund um meinen Lieblingskomponisten zu entwickeln. Umso mehr freue ich mich, diese Arrangements in intimen Konzerten mit Bach-Liebhaber:innen auf der ganzen Welt zu teilen.
Werke, die ursprünglich für Violine, Violoncello oder Tasteninstrumente gedacht waren, erklingen dabei neu – auf Mandolinen und Lauten, Barockgitarre, Oud und Bağlama.
Montag, 9. November 2026 / 19:30 Uhr / Alter Dom (Ignatiuskirche)
L’ORFEO BAROCKORCHESTER / Dirigentin Michi Gaigg
Ich wollt‘ ich wär‘ ein Zander. Felix Mendelssohns sinfonisches Frühwerk
„Geliebteste Schwester! Ich wollt’ ich wär’ ein Zander; denn außer dem guten Geschmack, auf den ich sehr erpicht bin, und der allen Zandern angeboren ist, haben Sie auch das Vorrecht sich den ganzen Tag zu baden, und das Wasser hat 22°. [...] kurz es sind glückliche Geschöpfe, mit mir verglichen“, schrieb Felix Mendelssohn Bartholdy in einem Brief an seine Schwester Fanny am 7. Juli 1826.
Wie viel Mühe das Komponieren Mendelssohn kostete, können wir aus diesen Zeilen erahnen. Als die Ausführenden und als Publikum schätzen wir uns so glücklich wie die Zander!
Bitte beachten Sie, dass dieses Konzert im Alten Dom (Ignatiuskirche) in Linz stattfindet!
Samstag, 27. Februar 2027 / 19:30 Uhr / Oö. Landesbibliothek, Atrium
ENSEMBLE TAMUZ
Le romantisme français. Streichquartette von George Onslow und Ambroise Thomas
Das Ensemble Tamuz lädt das Linzer Publikum ein, zwei große französische Komponisten wiederzuentdecken, die heute weitgehend in Vergessenheit geraten sind: George Onslow und Ambroise Thomas. Onslow wurde zu seinen Lebzeiten als eher deutsch Geprägter gesehen: Er widmete den größten Teil seines Schaffens der Kammermusik und blieb in der Pariser Musikszene des 19. Jahrhunderts eine angesehene, aber isolierte Persönlichkeit. Ambroise Thomas hingegen hatte eine lange und glänzende Karriere, gekrönt von großen Opernerfolgen.
Hed Yaron Meyerson / Violine
Diego Castelli / Violine
Avishai Chameides / Viola
Constance Ricard / Cello
Sophie Lücke / Kontrabass
Samstag, 29. Mai 2027 / 19:30 Uhr / Oö. Landesbibliothek, Atrium
ensemble freymut
The Future of the Past - Hommage à Sara Levy
Inspiriert von der Cembalistin Sara Levy bricht ensemble freymut die Kategorien von Alter und Neuer Musik auf und lädt dazu ein, Musik mit Neugier, offenen Ohren und „freyen Muthes“ zu erleben. Als weltoffene Musikerin, Sammlerin und Mäzenin prägte Levy das Berliner Musikleben des 18. Jahrhunderts nachhaltig. Ihre lange verschollen geglaubte Sammlung eröffnet bis heute neue Perspektiven auf das Repertoire und seine Überlieferung.
Ausgehend von diesem historischen Impuls greift das Programm musikalische Spuren aus Levys Umfeld auf und führt sie in neuen künstlerischen Ansätzen weiter – als lebendiger Dialog zwischen Erinnerung, Gegenwart und Zukunft.
Elisabeth Haberl & Ching-Yao Wang, Traversflöten
Maria Danneberg, Viola da Gamba
Sobin Jo, Cembalo
https://www.ensemblefreymut.com
Samstag, 19. Juni 2027 / 19:30 Uhr / Oö. Landesbibliothek, Atrium
BRISK
Preisträgerkonzert des Kammermusik-Wettbewerbes für Alte Musik an der Anton Bruckner Privatuniversität
Der jährlich stattfindende Wettbewerb bietet Ensembles ein hervorragendes Podium, vor einer international besetzten Jury ihr Können zu zeigen. Studierende des Instituts für Alte Musik und Historische Aufführungspraxis an der Anton Bruckner Privatuniversität werden mit diesem Wettbewerb zusätzlich motiviert, sich möglichst früh mit Ensemblearbeit und einer Ensemblegründung auseinanderzusetzen, ist doch der spätere Beruf hauptsächlich kammermusikalisch zu bestreiten. Das Repertoire wird ihnen dabei freigestellt und reicht, je nach Besetzung, von der Renaissance bis Früh-Romantik. Auch das Publikum der Konzertreihe Alte Musik – neu gelesen kommt in diesem Konzert in den Genuss.
In Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität Linz.
Programmänderungen bei den Konzerten vorbehalten.